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„Wenn man in den USA geboren wird als Schweizerin, dort zur Amerikanerin wird und zwischen den Welten pendelt, dann ist man an beiden Orten zu Hause und doch an beiden nicht ganz.“
Suzanne Ledergerber-Roost  

Suzanne Ledergerber ist in den USA geboren, wo ihre Eltern heute wieder leben wie auch ihre Zwillingsschwester und ihre beiden Brüder. Wenigstens zweimal jährlich fliegt sie nach Los Angeles, um sie zu besuchen. Oft mit dabei sind ihre drei Kinder, die in den USA geboren wurden und inzwischen erwachsen sind. Hier in Kalifornien gibt es nicht nur LA, es gibt auch das nahe Mexico, die Wüste auf der Strecke nach Las Vegas – die Gegensätze von Stadt und Land, von Enge und Weite. Dies hat Suzanne geprägt. Daraus geworden sind Bilder in ihrem Kopf, die auf der Leinwand dem Betrachter kraftvoll neue Sichtweisen erschaffen.  

In ihrer Jugend lebte sie in den USA, in Deutschland und der Schweiz. Schliesslich wurde die Familie in Mörschwil bei St.Gallen wohnhaft. Suzanne liess sich in der Textilhochburg St.Gallen zur Textildesignerin ausbilden. Eine Ausbildung, die sie bewusst gewählt hatte. Schon in jungen Jahren liebte sie die Vielfalt der Kunst, und sie spürte ihr Talent und ihren Wunsch zur Bildmalerei, der sie nie mehr losliess. Nur spielt das Leben manchmal ein anderes Spiel, als wir es planen können.  

Zunächst lockte das Abenteuer. Gleich nach der Lehre folgte sie ihrem Freund zu seiner Arbeit in Afrika. Mitten im Busch waren Improvisationstalent gefragt, Selbstorganisation, der Umgang mit den eigenen Tieren und jenen, denen man besser nicht begegnen wollte. Von Afrika zogen sie weiter nach Australien, wo sie ein gemeinsames Geschäft aufbauten – und immer mehr zu Globetrottern wurden. Nach fünf Jahren ging die Reise weiter: diesmal in die USA, nach Los Angeles. Sie betrieb an der Venice Beach einen eigenen Shop mit Schweizer aber auch amerikanischen Spezialitäten. Es schien, als kämen die beiden Welten USA und Schweiz hier erstmals wieder zusammen.  

Suzanne LedergerberSeit 1992 wohnt Suzanne wieder in der Schweiz. Bald stellte sich der alte Wunsch nach kreativer Arbeit wieder ein. Sie arbeitete ab 1994 als Designerin für Kult-Fernseh-Serie „Fascht e Familie“, wo sie die T-Shirts für die Rolle des Flip entwarf; sie designte die Covers einer neuartigen Kollektion von CD-Glückwunschkarten – und sie begann erste Bilder in Öl zu malen. Inzwischen malt sie ausschliesslich Acryl auf Leinwand.

Ihre Bilder sind geprägt von jenen kräftigen, vollen Farben, die sie in der Welt gefunden hat, von Kontrasten und von weiten Horizonten. Es sind Traumwelten, und doch mit einem ganz konkreten Sujet. Dieses verschwindet bei einigen Bildern aber fast komplett, wenn sie sich mit fantastischer und fantasievoller Emotionalität ins Bild hineinarbeitet. Sie spielt mit der Fantasie des Betrachters, lässt ihn immer neue Dinge entdecken, auch Schriften, und sie lässt ihn teilhaben an ihrer Erfahrung quer durch die ganze Welt.

Ausbildung

Textilfachschule St.Gallen, Schweiz
Lehrausbildung Textilentwerferin St.Gallen, Schweiz
Workshop in Acryltechnik Zürich, Schweiz